Fußball
SC Luhe/Wildenau - SV Freudenberg 2:2 (0:0)
- Details
- Kategorie: Spielberichte
- Veröffentlichungsdatum
- Geschrieben von Josef Neiss
Spielbericht des SC Luhe-Wildenau:
Tore: 1:0 (47.) Florian Stadler, 1:1 (71.) Johannes Dotzler, 1:2 (82.) Florian Neiß, 2:2 (89.) Philipp Schatz
Schiedsrichter: Matthias Biederer (VfB Bach), Zuschauer : 120
(mut) Die Heimspiele des Sportclubs scheinen in dieser Saison unter dem Motto „zu Gast bei Freunden“ zu stehen, denn zum wiederholten Male verschenkte der SC unnötigerweise wichtige Punkte auf eigenem Terrain. So kann man sich nicht in der Spitzengruppe der Bezirksliga festsetzen und muss anderen die Party überlassen.
Die Gäste agierten wie erwartet aus einer kompakten Abwehr und kreuzten gelegentlich gefährlich vor dem Tor von Matthias Müller auf. So auch bereits nach sechs Minuten, als Florian Neiß einen Kopfball am Pfosten vorbei setzte, als ihn die SC-Abwehr nach einem Eckball aus den Augen verlor. In der Folgezeit bemühten sich die Oberwildenauer Torgefahr zu entwickeln, jedoch spielte man zu hektisch bzw. ungenau und machte es somit den Freudenbergern leicht. So dauerte es bis zur 30. Minute als es die erste Hundertprozentige auf Seiten der Heimelf gab, Michael Riester spielte Marco Lorenz frei, doch anstatt sofort den Abschluss zu suchen, machte dieser einen Hacken zu viel und in Bedrängnis ging sein Schuss knapp vorbei. Kurze Zeit später scheiterte Philipp Schatz im Strafraum an der vielbeinigen SV-Abwehr. Glück hatten die Gäste kurz vor der Halbzeit, als ein abgefälschter Schuss von Lorenz aus knapp 30 Metern auf die Latte fiel, im Nachschuss forderte der einheimische Anhang einen Elfmeter nach einem „Schubser“ an Riester, doch Schiedsrichter Matthias Biederer ließ zu Recht weiterspielen.
Die erste Aktion der zweiten Halbzeit brachte den erhofften Treffer für die Kämpf-Elf. Riester gewann im Mittelfeld den Zweikampf, schickte Benjamin Urban auf die Reise und dessen Pass in die Mitte musste Florian Stadler nur noch über die Linie drücken. Und nur fünf Minuten später hatten die einheimischen Fans erneut den Torschrei auf den Lippen, als nach schönem Zusammenspiel mit Schatz Riester alleine in den Sechzehner eindrang, doch anstatt den Abschluss zu suchen, spielte er uneigennützig ab und so konnte ein SV-Verteidiger klären. Danach stellte der SC seine Angriffsbemühungen ein und verwaltete das Ergebnis, von den Gästen ging zu diesem Zeitpunkt keine Gefahr aus und SC-Keeper Müller verlebte bis dahin eine geruhsame zweite Halbzeit. Wie aus heiterem Himmel fiel dann der Ausgleich für die Gäste. Ein Freistoß aus halblinker Position von Johannes Dotzler fand den Weg ins Tor. Müller machte dabei alles andere als eine gute Figur. Sichtlich geschockt brachte der SC keinen Fuß mehr auf den Boden und der Sportverein merkte, dass die Oberwildenauer angeknockt waren. In der 82. Minute wurde der Spielverlauf dann vollends auf den Kopf gestellt, als fünf (!) Abwehrspieler Spalier standen und Florian Neiß bewunderten, als dieser den Ball am Sechzehner in den Winkel jagte. Anscheinend war dies ein Weckruf für den SC, denn im Gegenzug hätte der Ausgeich fallen müssen. Einen Schuss von Lorenz ließ SV-Torwart Jürgen Meißner vor die Füße von Riester prallen, aber aus sechs Metern setzte er den Ball über die Latte. Kurz vor Ende konnte Schatz aus einer ähnlichen Situation den Ausgleich erzielen, wobei auch dieser Punktgewinn eine gefühlte Niederlage darstellt.



